Buchbesprechung
Objekt-Orientierte Software-Entwicklung
Analyse und Design mit der UML 2.0

Kurzbeschreibung

Bernd Oesterreich führt in diesem Buch Einsteiger und Fortgeschrittene in die Benutzung der UML 2.0 ein. Dies geschieht in Kombination mit der Vorstellung von Objekorientierter Analyse und Design. Das Buch ist sehr praxisorientiert und leicht verständlich, blutige Anfänger dürften jedoch überfordert sein. Es wird auf die Diagramme der UML eingegangen, das Metamodell bleibt aussen vor.
Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Verlags: Oldenbourg Wissenschaftsverlag

Autor:Bernd Oestereich
ISBN:3486272667
Sprache:deutsch
Seiten-Anzahl:380 Seiten
Erscheinungsdatum:02/2004
Behandelte
UML-Versionen:
2.0
Verwendete
Programmiersprachen:
Java (wenig)
Webseite zum Buch:http://www.oose.de/ooswuml.htm

Sachgebiete:  Software-Entwicklung

Über den Autor

Bernd Oestereich ist Inhaber einer Firma, die Schulungen und Beratung im Bereich Software-Entwicklung anbietet. Er publiziert zu Themen, wie Anforderungs-Analyse, Geschäftsprozess-Modellierung und UML.

Einschätzung

FokusUML Anwendung
Theoretische Fundierung
ZielgruppeEntwickler
Manager
VoraussetzungenUML Modellierung
Programmierung
TypLehrbuch
Nachschlagewerk
SuchmöglichkeitenGlossar
Index
überhaupt nicht geeignet, sehr wenig Inhalt
  sehr gut geeignet, wertvoller Inhalt

Fazit

Das Buch beginnt mit einen kurzen, sehr kompakten Überblick über Objektorientierung im Allgemeinen. Das Kapitel nennt sich zwar "OO für Anfänger", doch ohne Vorkenntnisse werden die cirka 50 Seiten dieses Kapitels vermutlich nicht für einen blutigen Anfänger ausreichen. Grundkenntnisse in Objektorientierung und einer Programmiersprache wie C++ oder Java sind sicherlich hilfreich.

Im ersten Hauptteil (cirka 110 Seiten) werden Objektorientierte Analyse und Design vorgestellt. Dies geschieht anhand durchgängiger Praxisbeispiele ("Autovermietung XY möchte Teile ihrer Betriebsabläufe durch EDV unterstützen"). Der Autor greift hierzu auf eine Methodik zurück, die von der OOSE GmbH entwickelt wurde. Das Kapitel erklärt - ohne formal zu werden - schon viele Diagramme der UML implizit, geht dabei aber nicht ins Detail, so dass auch Manager und Entscheider ohne Programmierkenntnise dem Kapitel gut folgen können sollten.

Erst im zweiten Hauptteil des Buches wird die UML 2.0 genauer betrachtet. Dieser Teil ist deutlich OO- und UML-spezifischer. Die OO-Einleitung reicht eventuell aus, um die Beispiele zu verstehen, doch um die UML in der Praxis anzuwenden, sind Vorkenntnisse sicher von Vorteil. Alle Diagramme und die gängigsten Konstrukte werden auf cirka 140 Seiten erklärt. An den Stellen, an denen seit der UML 1.3/1.4 deutliche Änderungen gemacht wurden, wird explizit darauf hingewiesen. Das UML zugrundeliegende Metamodell bleibt jedoch aussen vor. Wer sich detaillierter mit der UML 2 befassen will oder muss, kann dieses Buch daher gut als Einstieg benutzen, wird aber um ein weiteres Buch nicht herumkommen.

Positiv fiel auf, dass manche Beispiele sehr ausführlich waren. Es war zum Teil Platz für einen ersten, naiven bzw. schlechten Entwurf, der dann schrittweise verbessert wurde, so dass ein größerer Lerneffekt als bei einem perfekten Beispiel erzielt wird. Wenig praxisrelevante Themen wurden explizit ausgespart, z.T. kombiniert mit einer Warnung vor der Benutzung mancher Konstrukte durch Anfänger.

Auch lobenswert ist die Tatsache, dass viele Teile des Buches in sich vertändlich sind, so dass man gut hin und her springen oder auch Teile auslassen kann.

Negativ fiel auf, dass manchmal die UML 2 eigenmächtig abgeändert wurde. Dies ist zwar klar markiert, und für einen Fortgeschrittenen UML-Nutzer vielleicht ein interessanter Denkanstoß, doch Einsteiger könnte dies verwirren.

Per Fragemann, Software Architect, Gentleware AG, 02/2004

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